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Jeder kann selber bauen!
Grundsätzlich hat beim modernen Hausbau die Energieeinsparung oberste Priorität, was die aktuelle Gesetzgebung zur Energieeinsparungsverordnung widerspiegelt.
Effektive Dämmaßnahmen werden bei jeder Bauweise in hohem Maß berücksichtigt.
Im Folgenden ein kurzer Überblick über die gängigsten Bauweisen im modernen Hausbau:
Stein auf Stein – das klassische Massivhaus
Gemauerte Wände im Mix mit statischen Betonteil-Tragwänden erhalten eine zusätzliche, ca. 12-15cm dicke Dämmschicht aus Dämmmaterial nach außen. Sowohl bei Mauersteinen, als auch bei Dämmmaterial gibt es eine Vielfalt an Auswahlmöglichkeiten.
Modulbauweise aus Fertigteilen
Beim klassischen Fertighaus werden alle Wände als Fertigbauteil am Stück geliefert und dann auf der Baustelle zusammengesetzt. Die Außenwände enthalten bereits alle Öffnungen für Fenster, Türen etc.
In der bestehen Fertighauswände aus Holzrahmen mit hoch effektivem Füllmaterial zur Wärmedämmung, mit welchem bei weitaus dünneren Ausführungen die selben Werte wie beim Massivhaus erzielt werden.
Holzständer-Leichtbauweise
Der Körper des Hauses in seiner Grundform wird komplett aus Holz errichtet. Die Wände werden dann mit hoch effektiven Dämmmaterialien ausgekleidet. Diese Bauweise ist vor allem beim Passivhausbau vorzufinden, bei welchem angestrebt wird, dass das Haus während des kompletten Jahrs nahezu ohne zusätzliche Heizenergie bewohnbar temperiert bleibt.
Blockhaus
Das komplett aus Holzrundbalken bestehende Blockhaus ist vorwiegend in Kanada zu Hause, in Deutschland exotisch aber dennoch vorhanden.
Wer die beengten Verhältnisse in einer Wohnung satt hat, wird sich wohl Gedanken über selber bauen machen. Basis für ein gelungens Projekt ist eine gute Planung. Wer schon bei der Planung spart, der spart am falschen Ort.
Die Planungsphase beginnt mit der Abklärung der finanziellen Möglichkeiten des Hausbauers. Daher sollten zuerst alle Informationen über Förderungsmöglichkeiten, z.B. Wohnbauförderungen, Förderungen für Alternativenergie, Familienförderungen, ev. zinsgünstige Gehaltsvorschüsse des Arbeitgebers, abgeklärt werden. Um sich mit dem Hausbau finanziell nicht zu übernehmen sollte auf jeden Fall der maximale persönliche finanzielle Rahmen eingehalten werden. Hinsichtlich der Kreditfinanzierung sollten mehrere Angebote eingeholt werden.
Ist der finanzielle Rahmen geklärt, dann kann die Planung des Hauses beginnen. Erfahrene Architekten und Planungsbüros werden die Planung nach dem Kundenwunsch umsetzen. Bereits zu Planungsbeginn sollte sich der neue Hausbesitzer über einige Details im Klaren sein, und zwar, welche Heizung eingebaut wird, welche Räume unbedingt benötigt werden und wie die Raumaufteilung erfolgen soll. Ideen können auch bei den Fertighausanbietern gesammelt werden, denn die Fertighäuser sind von Architekten geplant und meist gut durchdacht. Ein guter Planer wird schon auf Basis des Planes eine Kostenberechnung vornehmen.
Ist die Planung abgeschlossen, können Angebote bei den Firmen eingeholt werden. Viele Planungsfirmen bieten als weiteres Service die “Baubegleitung” an. Dieses Service kostet zwar auch Geld, erspart aber so manches Ärgernis, denn dann übernimmt der Planer die Angebotsvergleiche und Arbeitsvergaben in Abstimmung mit dem Kunden. Liegen alle erforderlichen Angebote vor, so kann noch immer entschieden werden, welche Arbeiten der Hausbauer eventuell in Eigenregie übernimmt um Kosten zu sparen. Selbst wenn der Häuslbauer während der gesamten Bauzeit als Hilfsarbeiter am Bau mit arbeitet, wirkt sich das sehr positiv auf die Gesamtkosten aus. Selber bauen ist gar nicht so schwierig und es gibt genügend Fachmänner, die mit Rat und Tat zur Seite stehen.
Was darf gebaut werden? Gibt es einen Bebauungsplan oder ist die umliegende Bebauung maßgeblich? Hier empfiehlt es sich schon vorab Kontakt mit dem Bauamt aufzunehmen und abzuklären, was möglich ist.
Wie viele Zimmer braucht man? Welche Heizung soll es sein? Bei der Planung sind Baufirmen oder Anbieter von Fertighäusern gerne behilflich. In der Regel gibt es hier auch ein paar vorhande Vorschläge, die man dann nach den eigenen Wünschen anpassen kann. Und vielleicht ist auch die Besichtigung eines Musterhauses möglich.
Wird schlüsselfertig gebaut, ist der Bauherr wenig gefordert. Aber bringt er selbst Eigenleistung ein, so muss er viel Zeit auf der Baustelle verbringen. Am Anfang geht es schnell und man sieht in kurzer Zeit Ergebnisse: Wände wachsen schnel. Aber danach beginnt der Innenausbau. Hier geht es wesentlich langsamer voran. Der Estrich wird gegossen, Kabel gezogen, Fenster gesetzt, Wände verputzt und gestrichen, Böden verlegt, das Bad ausgestattet usw. Das ist meist auch die Phase, in der der Bauherr sich selbst mehr einbringt. Fließen und Böden müssen ausgewählt werden, Bauabschnitte abgenommen und freigegeben werden. Aber irgendwann ist alles fertig und man steht vor seinem Traumhaus.